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Biografie Bearbeiten

Beruf: Zahnarzt [1]
Geb: 1896 in Sulzheim [1]

DissertationBearbeiten

Goethes Zahnleiden und Zahnärzte. Volkach a. M. 1931; Hart. 24 S. 8° Würzburg, Med. Diss. v. 10. Nov. 1930 [1931]. [2] Dissertation entzogen wegen Plagiat 1935. [3]

RezeptionBearbeiten

  • Deutsche Allgemeine Zeitung, 21. August 1931, Goethes Zahnleiden: Auch ein Beitrag zum Goethe-Jahr und zur heutigen Bildung (Hans Knudsen) "Es genügen — das muß festgestellt werden! — 19 Seiten Zusammenstellung, bar jeder eigenen Arbeit, um an einer deutschen universität den Doktor-Titel zu erlangen. Das Volk der Denker! Armer Goethe!"
  • Berliner Tageblatt, Morgen-Ausgabe, Nr. 492, Sonntag, 18. Oktober 1931, 1. Beiblatt, Goethes Zähne (Dr. phil. et med. Willy Hellpach) "Kürzlich ging durch viele Zeitungen die Notiz über eine Dissertation, die zur Erlangung des Dr. med. dent. über Goethes Zahnweh eingereicht worden sei. Die Kommentare dazu waren nicht sehr freundlich. Entweder man machte sich über solche medizinische Goethe-Philologie einfach lustig; oder es klang deutlich eine Art Unwille durch, mit was für einfältigen Themen man an deutschen Hochschulen nachgerade zum Doktor promoviert werden könne und was für eine Sorte wissenschaftliche Allotria unsern Studierenden von ihren eigenen Lehrern erlaubt oder womöglich nahegelegt werde."
  • Deutsche Tageszeitung, Literarische Umschau, Nummer 117, 1. Beiblatt, 26. April 1932, Goethes Zahnleiden und die deutsche Bildung - Groteske um eine Dissertation (Dr. Bgm.) "Freilich verleiht dieser Titel nicht etwa zahnärztliche Befugnisse, die vielmehr allein durch die S t a a t s p r ü f u n g erworben werden, und er ist deshalb für die Zahnpraxis ohne jede Bedeutung. Dennoch hat sich Knudsen mit seinem Schriftchen ein wirkliches Verdienst erworben. Es darf nicht geduldet werden daß eine unserer Universitäten als Hochstätte deutscher Geisteskultur ihren Doktorgrad durch unverdiente Verleihungen herabwürdigt!"
  • "Goethes Zahnleiden und Zahnärzte", die deutsche Bildung und der Würzburger zahnärztliche Doktor-Titel, Berlin 1932 (Hans Knudsen), Als Manuskript gedruckt, 19 S.

Die Dissertation von Dietz wird auch Jahre nach dem Entzug noch als Referenz angegeben:

  • Theopold, W. (1964). Schiller. Sein Leben und die Medizin im 18. Jahrhundert. Stuttgart: G. Fischer, hier S. 236.
  • Ullrich, H. (2002). Goethes Schädel und Skelett. In: Anthropologischer Anzeiger, Vol. 60, Dezember, S. 341–368, hier S. 355.
  • Ullrich, H. (2006). Goethes Skelett – Goethes Gestalt. In: Goethe Jahrbuch, Vol. 123, pp. 167–187, hier S. 182. [1]
  • Veil, W. H. (1946). Goethe als Patient. Jena: G. Fischer, hier S. 26.

LiteraturBearbeiten

  1. 1,0 1,1 DNB http://d-nb.info/gnd/125177216
  2. JVH, 47 (1931), S. 645, U 31. 7398
  3. JVH, 51 (1935), S. 1125 "7398: Die Dissertation ist eingezogen worden, da sie sich als Plagiat herausgestellt hat."